Ausbaustufe 2: belagsfertig – Was bedeutet belagsfertig?

Was wird unter „belagsfertig“ verstanden?

Nicht alle Fertighausanbieter verstehen unter der Bezeichnung „belagsfertig“ dasselbe – deshalb sollten Bauherren einen ganz genauen Leistungskatalog festlegen, welche Arbeiten inkludiert sind. Während die Stufen „ausbaufertig“ und „schlüsselfertig“ vom Österreichischen Verband der Fertighaus-Hersteller genau geregelt sind, ist belagsfertig noch nicht genau definiert.

Grundsätzlich bedeutet belagsfertig allerdings, dass alles erledigt wurde – bis auf Wand-, Decken- und Bodenbeläge, die nun vom Bauherrn auf die vorbereiteten Untergründe aufgetragen werden. Belagsfertig ist sozusagen die Vorstufe zum Schlüsselfertighaus.

Belagsfertig: Die „goldene Mitte“ zwischen Ausbauhaus und Schlüsselfertighaus
Wer sich für diese Vorstufe entscheidet, muss bei einigen Dingen – wie Wände streichen, Fliesen oder Boden legen – noch selbst Hand anlegen. Ein Großteil der Montage ist allerdings bereits erledigt. Auch hier können Kosten gespart und größtmögliche Individualität erreicht werden.

Die Vorteile im Überblick

    • Großer Gestaltungsspielraum
    • Für handwerklich geschickte Bauherren
    • Große Kostenersparnis

Meist werden zusätzlich zur Ausbaustufe noch folgende Leistungen vom Fertighaus-Hersteller übernommen:

  • Gesamte Elektroinstallation inklusive ergänzende Leerverrohrung für TV, SAT und Telefon, Steckdosen, Schalter, Unterverteiler, Sicherungsautomaten. Beleuchtungskörper nicht inklusive.
  • Sanitärrohinstallation: Alle Wasserleitungen samt Zu- und Abfluss. Leitungen enden 10 cm unterhalb der Deckenunterkante des Kellers oder auf der Plattenoberkante des Fundaments. Mechanische Belüftung für Sanitärräume ohne natürliche Belüftung.
  • Estrich: Estrich laut Leistungskatalog inklusive Dämmung
  • Heizung: Anbringung der Heizungsanlage inklusive Wärmeverteilung laut Leistungskatalog.  Exklusive: Gaszähler, Rauchabzug, Tiefenbohrung für Wärmepumpen

Wie bereits erwähnt, ist belagsfertig nicht gleich belagsfertig. Als Häuslbauer muss man daher mit dem jeweiligen Fertighausanbieter den Leistungskatalog im Detail besprechen und definieren um böse Überraschungen zu vermeiden.

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