Energieausweis

Energieausweis – Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

Genauso wie das Auto hat auch das Haus einen Typenschein: Den Energieausweis. Der Ausweis enthält die wichtigsten Kenndaten des Hauses, wie z.B. der Heizenergieverbrauch. Der spezifische Heizwärmebedarf wird anhand der Energiekennzahl ersichtlich.

Wer benötigt den Ausweis?

Alle neuen Gebäude müssen über einen Energieausweis verfügen: Beim Neubau, Umbau oder bei der Sanierung muss dieser vorgelegt werden können. Auch für die Vermietung von Immobilien ist der Ausweis vonnöten. Verantwortlich für die Erstellung dieses Ausweises ist der Bauherr bzw. der Vermieter oder Verkäufer.

Wo und wie kann ich dieses Formular erstellen lassen?

Wer für ein privates Bauvorhaben oder für bestehende Objekte einen Energieausweis benötigt, muss sich an zertifizierte Unternehmen wenden. Auf der Seite www.energieausweis.at finden Sie diese Betriebe, geordnet nach Bundesländern. Um das Formular ausstellen zu können, werden diverse Angaben benötigt, wie z.B. die Bauteilbeschreibung der „thermischen Hülle“. (mehr Informationen dazu hier: http://www.energieausweis.at/unterlagen-energieausweis.htm)

Was besagt die Energiekennzahl bzw. „HWB“ auf der ersten Seite?

Wichtigste Kennziffer ist der „Spezifische Heizwärmeedarf“ bzw. die Energiekennzahl. Dadurch kann die thermische Qualität der Gebäudehülle, sprich die Wärmedämmung verschiedener Objekte miteinander verglichen werden. Die Kennzahl verdeutlicht, wie viel Energie das Haus pro Quadratmeter Raum im Jahr für die Wärme benötigt, wenn es auf einem bestimmten Referenzstandort steht. Angegeben wird die Zahl in kWh/m2.

Hier einige Vergleichswerte, um die Energiekennzahl besser einschätzen zu können:

  • Durchschnitt des Bestandes: 105 – 250 kWh/m2
  • 15 Jahr alter Neubau : 80 – 90 kWh/m2
  • Neues Passivhaus: unter 15 kWh/m2

Was drücken die restlichen Kennziffern aus?

HWB standortbezogen

Der standortbezogene spezifische Heizwärmebedarf (HWB) drückt den zu erwartenden Energieverbrauch in Ihrem Haus aus. Dies ist ein Mittelwert – je nach Benutzerverhalten kann der wirkliche Verbrauch auch abweichen. Gerade bei Neubauten ist der tatsächliche Verbrauch auch höher, weil Bauteile noch austrocknen müssen und mehr Wärme aufnehmen.

WWWB

Der Warmwasserwärmebedarf (WWWB) drückt aus, wie viel Energie für die Bereitstellung von Warmwasser benötigt wird.

fGEE

Der Gesamtenergie-Effizienzfaktor vergleicht Ihr Gebäude mit einem „virtuellen“ Referenzobjekt aus dem Jahr 2007. Der Wert zeigt dadurch, ob Ihr Gebäude energetisch besser oder schlechter ist, als das angenommene Gebäude von 2007.

U-Wert

Der U-Wert beschreibt den Wärmedurchgang je Quadratmeter für ein bestimmtes Bauteil – z.B. für eine Wand oder ein Fenster. Zudem zeigt er den Temperaturunterschied zwischen innen und außen auf. Je niedriger der U-Wert bei einem Bauteil, umso besser. Im Energiewert ist zusätzlich der mittlere U-Wert der gesamten Gebäudehülle angegeben.

Der Endenergiebedarf verdeutlicht die notwendige Energiemenge für Raumwärme und Warmwasser. Der jährliche Energiebedarf wird dabei auf die Brutto-Grundfläche bezogen.

Wie lange gilt der Energieausweis?

Der Ausweis gilt für zehn Jahre. Anschließend muss ein neuer Nachweis erstellt werden.

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